Die Spur deiner Berührung
Der Abend legt sich leise über das Zimmer. Das Fenster steht einen Spalt offen, und die warme Luft trägt den Duft der Nacht hinein. Du bist nicht hier – und doch fühlt es sich an, als wärst du ganz nah.
Ich sitze still, die Hände um eine Tasse gelegt, die längst kalt geworden ist. In mir wächst diese leise Sehnsucht, ein Ziehen, das mehr sagt als Worte. Es ist die Erinnerung an Wärme, an Nähe, an dieses ruhige Atmen, wenn zwei Körper sich einfach verstehen.
Meine Gedanken wandern zu dir. Wie es wäre, jetzt deine Hand zu spüren, deine Nähe, die alles andere leiser macht. Kein großes Verlangen, kein Drängen – nur dieses sanfte, tiefe Bedürfnis, nicht allein zu sein.
Draußen wird es dunkler. Drinnen bleibt ein Platz frei, der sich nach dir anfühlt.
Ich lehne mich zurück, schließe kurz die Augen und lasse das Gefühl zu. Die Stille wird dichter, fast greifbar – als würde sie sich wie eine weiche Decke um mich legen. Und in dieser Stille bist da wieder du.
Ich stelle mir vor, wie du näher kommst. Ganz langsam. Die Luft verändert sich, wärmer, schwerer. Als könnte ich deine Präsenz spüren, noch bevor du mich berührst. Mein Atem wird ruhiger, tiefer.
Meine F****r wandern gedankenverloren über meinen Arm, als würden sie sich erinnern wollen, wie sich Nähe anfühlt. Wie es ist, wenn jemand da ist, ganz nah, wenn Wärme nicht nur von innen kommt, sondern von einem anderen Menschen.
Du würdest dich neben mich setzen. Vielleicht nichts sagen. Nur da sein. Deine Schulter an meiner, dein Atem ruhig, vertraut. Und irgendwann – ganz von selbst – würden sich unsere Hände finden.
Kein Eilen, kein Müssen. Nur dieses leise Knistern zwischen uns, das mehr sagt als jede Bewegung. Diese Nähe, die nicht laut ist, sondern tief. Die sich langsam ausbreitet, bis sie alles erfüllt.
Ich öffne die Augen wieder. Der Raum ist derselbe. Still. Allein.
Aber das Gefühl bleibt – wie ein sanfter Nachklang von dir.